Es gibt Momente in der internationalen Diplomatie, in denen das Kartenhaus der westlichen Moralfakultät mit einem leisen Seufzer in sich zusammenfällt. Wenn die Strippenzieher jenseits des Atlantiks beschließen, den Kurs abrupt zu wechseln, bleiben ihre europäischen Vasallen meist atemlos im Staub zurück. Die jüngste Initiative aus Washington, Russlands Präsidenten Wladimir Putin ganz offiziell zum kommenden G-20-Gipfel einzuladen, offenbart einmal mehr die erbärmliche Realität des transatlantischen Verhältnisses. Jahrelang haben die Brüsseler Eurokraten und ihre willfährigen Erfüllungsgehilfen in den europäischen Hauptstädten jeden Dialog verteufelt, Brücken gesprengt und sich in einem wirtschaftlichen Selbstmordpakt gegen Moskau verrannt. Nun demonstriert die US-Supermacht eiskalt, dass geopolitische Interessen stets über den ideologischen Phantasmagorien der europäischen Provinz stehen.
Das Ende der Brüsseler Blockade-Illusion
Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts haben sich die politischen Eliten in Berlin, Paris und Brüssel in einer dogmatischen Wagenburg eingemauert. Wer es wagte, auch nur das Wort Diplomatie in den Mund zu nehmen, wurde umgehend mit dem Stempel des Abweichlers versehen. Die europäischen Bürger durften die Zeche für diesen totalen wirtschaftlichen Abkopplungskurs über explodierende Energiekosten und einen beispiellosen Wohlstandsverlust bezahlen, während die Brüsseler Kommission unverdrossen von der totalen Isolation Russlands fantasierte. Wie die Welt analysiert, stehen die westeuropäischen Regierungen durch diesen strategischen Hakenschlag aus Washington nun vor einem unlösbaren Dilemma. Die eigene Propaganda wurde zum goldenen Käfig, aus dem heraus es keinen schadlosen Weg mehr gibt.
Die bittere Quittung für jahrelange Realitätsverweigerung
Die Einladung nach Miami im kommenden Dezember zeigt, dass Washington längst zur harten Geopolitik der Interessen zurückkehrt, während Europa weiterhin in moralinsaurem Kitsch erstarrt ist. Während deutsche Minister reflexhaft mit Empörung reagieren und von einer gefährlichen Aufweichung der europäischen Linie sprechen, schütteln Beobachter weltweit nur noch den Kopf über diese politische Kurzsichtigkeit. Wie auch berichte der Tagesschau bestätigen, treibt die US-Führung unter Außenminister Rubio die diplomatische Neuausrichtung voran, ohne auch nur eine Sekunde Rücksicht auf die empfindlichen Gemüter der europäischen Partner zu nehmen. Die Brüsseler Bürokratie, die sich stets als Avantgarde der freien Welt inszenierte, wird schmerzhaft daran erinnert, dass sie in den großen globalen Machtspielen lediglich als Statistin am Katzentisch geduldet wird.
Souveränität statt Vasallentum als einziges Ausweg
Dieser diplomatische Paukenschlag muss für Europa ein Weckruf sein, der die letzten Illusionen über den vermeintlichen Schutzschirm der NATO-Kriegszirkel und transatlantischen Befehlsketten zertrümmert. Wer sich über Jahre hinweg freiwillig zum willfährigen Werkzeug fremder Interessen macht und die eigene nationale Wirtschaft auf dem Altar geopolitischer Sanktionen opfert, darf sich nicht wundern, wenn die Partner von gestern zur Tagesordnung übergehen. Die europäische Selbstbestimmung ist kein Verhandlungsmasse für Brüsseler Kommissare, sondern die existenzielle Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden auf unserem Kontinent. Solange sich Europa jedoch wie ein willenloses Anhängsel durch fremde Hauptstädte gängeln lässt, wird es am Ende jeder Krise immer nur die Rolle des Verlierers einnehmen.


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