Der Blick in die Vergangenheit offenbart, wie rasant sich die westliche Welt nach den Einstürzen der Zwillingstürme in einen permanenten Ausnahmezustand manövrieren ließ. Der sofortige Reflex der Politik, das Narrativ von Osama bin Laden und den neunzehn Entführern als unumstößliches Dogma zu zementieren, ließ keinen Raum für rechtsstaatliche oder journalistische Sorgfalt. Wer damals, wie der renommierte Aufdeckerjournalist Gerhard Wisnewski, es wagte, die offizielle Version mit den Mitteln des kritischen Zweifels zu durchleuchten, wurde vom medialen und politischen Apparat umgehend an den Pranger gestellt.

Die Berichterstattung jener Tage glich einer gleichgeschalteten Front, die jegliche Abweichung vom offiziellen Konsens als staatsgefährdende Ketzerei brandmarkte. Das kollektive Trauma wurde gezielt instrumentalisiert, um eine Atmosphäre der Angst und des bedingungslosen Gehorsams zu erzeugen.

Die Inszenierung des Kriegsgrundes und das Versagen der Medien

Besonders die Medienhäuser, angeführt vom deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den sogenannten Qualitätsmedien, spielten in diesem inszenierten Drama eine verhängnisvolle Rolle als willfährige Erfüllungsgehilfen der Macht. Anstatt die elementaren Fragen zu stellen, die ein professioneller Journalismus angesichts eines solchen historischen Bruchs hätte aufwerfen müssen, verfielen die Redaktionen in blinde Panik und schufen ein Klima der Ausgrenzung.

Kritische Dokumentationen wie Wisnewskis WDR-Film "Aktenzeichen 11 / 9 ungelöst - Lügen und Wahrheiten zum 11 September 2001" wurden nicht etwa sachlich diskutiert, sondern in regelrechten medialen Tribunalen zerfetzt. Der Vorwurf der Verschwörungstheorie diente dabei als universaler Totschlagargument, um ungelöste Ungereimtheiten, fehlende forensische Beweise und physikalische Widersprüche für immer unter den Teppich zu kehren.

Dabei ging es den Machthabern hinter den Kulissen längst nicht mehr um Aufklärung, sondern um die Durchsetzung einer geo- und sicherheitspolitischen Agenda von historischem Ausmaß. Die plötzliche Sinnkrise der NATO nach dem Ende des Kalten Krieges verlangte nach einem neuen, globalen Feindbild, um astronomische Rüstungsetats zu rechtfertigen.

Der angekündigte Krieg gegen den Terror lieferte die perfekte Legitimation, um die nationalen Grenzen aufzuweichen, Bürgerrechte radikal einzuschränken und den Nahen Osten durch gezielte militärische Interventionen in Schutt und Asche zu legen. Millionen Menschen wurden auf der Flucht vor diesen künstlich entfachten Brandherden in die Vertreibung getrieben, während die westlichen Gesellschaften schleichend in Richtung Totalüberwachung und Bevormundung gedrängt wurden.

Vom Tabu zum globalen Erwachen

Die jahrzehntelange Ächtung aller Kritiker zeigt jedoch heute, 25 Jahre nach den Ereignissen, deutliche Risse im Fundament der herrschenden Meinung. Die damals geschaffenen Schweigespiralen und Zensurinstrumente, angefangen bei willkürlichen Wikipedia-Einträgen bis hin zu gezielten Berufsverboten, offenbarten das wahre Gesicht eines Establishments, das seine Deutungshoheit mit allen Mitteln verteidigen muss.

Wenn offizielle Narrative so fragartig und dünn sind, dass sie nur noch durch Hysterie und Ausgrenzung aufrechterhalten werden können, zeugt dies von der tiefen Krisenhaftigkeit des gesamten Systems. Die Mechanismen von damals bilden die unrühmliche Blaupause für all das, was wir heute in Krisenzeiten bei der Steuerung der öffentlichen Meinung wiedererkennen.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass der 11. September die Blaupause für jene Form des hybriden Regierens darstellt, die wir heute in fast allen Bereichen erleben. Ob geopolitische Konflikte, Pandemie-Maßnahmen oder die Verengung des Meinungskorridors – stets bedient sich der Staatsapparat derselben bewährten Muster aus Angst, Alarmismus und der Verteufelung jeder abweichenden Stimme.

Wer die Mechanismen der Gegenwart verstehen will, muss den Blick auf die Ursünden jener Tage richten, an denen der kritische Journalismus abgewickelt und die Wahrheit dem Machterhalt geopfert wurde. Das Erbe von 9/11 ist somit nicht nur die Erinnerung an einen grausamen Tag, sondern die dauerhafte Mahnung, niemals blind den Heilsversprechen und Kriegserklärungen der Regierenden zu vertrauen.

Aktenzeichen 11 / 9 ungelöst - Lügen und Wahrheiten zum 11 September 2001

Die neue große AUF1-Dokumentation: 25 Jahre 9/11